Intensiver Start in die Ratsarbeit

Intensiver Start in die Ratsarbeit

Weihnachtsmarkt im Kloster Steinfeld Dezember 2025
Weihnachtsmarkt im Kloster Steinfeld Dezember 2025

Die ersten Ausschusssitzungen seit der Konstituierung des neuen Rates liegen nun hinter mir. Es war ein intensiver Start in die Ratsarbeit, geprägt von gründlicher Vorbereitung und vielen Gesprächen.

Am kommenden Donnerstag folgt nun die zweite Ratssitzung, in der zahlreiche Themen, die in den Ausschüssen beraten wurden, final zur Entscheidung stehen. Die Sitzung ist öffentlich, alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, als Publikum daran teilzunehmen und die Beratungen direkt mitzuerleben.

Übernachtungssteuer ab 2026

Ein zentrales Thema wird die Einführung der Übernachtungssteuer ab dem 1. Januar 2026 sein. Die Fraktionen haben hierzu lange und intensiv diskutiert. Aus meiner Sicht sind wir zu einem fairen und teils entlastenden Ergebnis gelangt, das die Interessen der Gemeinde berücksichtigt. Besonders wichtig ist mir dabei, dass Menschen unter 18 Jahren sowie Jugendfahrten von der Steuer befreit werden – ein Schritt, der Familien und Vereine entlastet und zugleich die Attraktivität unserer Gemeinde für junge Gäste erhält. Nun liegt es am Rat, dieses Ergebnis zu bestätigen.

Grundsteuer-Hebesätze und aktuelles Urteil

Ein weiteres wichtiges Thema betrifft die Grundsteuer-Hebesätze. Ursprünglich wollte auch Kall eine differenzierte Besteuerung einführen, also höhere Hebesätze für Nichtwohngrundstücke. Doch das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hat am 4. Dezember 2025 entschieden, dass solche differenzierten Hebesätze unzulässig sind, da sie gegen den Grundsatz der Steuergerechtigkeit verstoßen. Dieses Urteil betrifft nicht nur die Städte Bochum, Essen, Dortmund und Gelsenkirchen, sondern hat Signalwirkung für alle Kommunen in NRW. Auch für die Gemeinde Kall bedeutet das, neu abzustimmen und eine Lösung zu finden, die rechtssicher und zugleich tragfähig für die Gemeinde ist.

Quelle: Justiz NRW – Pressemitteilung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen

Arbeitsintensität und Verantwortung

Die Arbeit als Ratsfrau ist arbeitsintensiv. Um möglichst umfassend informiert zu sein, studiere ich viele Unterlagen, bereite mich auf Sitzungen vor und versuche, alle Aspekte der Themen zu durchdringen. Nur so kann ich verantwortungsvoll entscheiden und die Interessen unserer Gemeinde bestmöglich vertreten. Dabei ist auch die Rücksprache mit den Fraktionsmitgliedern und den Mitgliedern des Ortsverbands notwendig, um unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen und gemeinsame Positionen zu entwickeln.

Unterwegs in Kall

Neben den Sitzungen und Vorbereitungen durfte ich weitere besondere Momente in unserer Gemeinde erleben. Besonders bewegend war das Konzert der Musikkapelle Kall in der Bürgerhalle, bei dem die Musikerinnen und Musiker mit großer Leidenschaft und Können gespielt haben. Ebenso habe ich den Weihnachtsmarkt in Steinfeld besucht und mich von der festlichen Stimmung inspirieren lassen.

Ausblick

Die kommende Woche hält bereits weitere Termine bereit, über die ich berichten werde. Die Ratsarbeit ist anspruchsvoll und zeigt mir jeden Tag, wie lebendig und vor allem wichtig die Demokratie vor Ort ist. Auch wenn es viel Arbeit bedeutet, war es eine gute Entscheidung.

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